steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH / Hamburg

Integriertes Handlungskonzept „Altstadt Lüdenscheid“

Für das Herz der Stadt Lüdenscheid, die markante Altstadt, soll ein integriertes Handlungskonzept Entwicklungsperspektiven aufzeigen. Zu dessen Erarbeitung hat die Stadt Lüdenscheid die steg NRW, gemeinsam mit Richter Beratung aus Osnabrück beauftragt.

Die Altstadt Lüdenscheids ist geprägt durch ihre besondere topographische Lage und den nach wie vor ablesbaren charakteristischen historischen Grundriss. Baulich konnten große Teile der Bausubstanz aus dem Mittelalter und der Gründerzeit erhalten werden. An der Bewahrung des baukulturellen Erbes und des städtebaulichen Erscheinungsbilds wird seit Jahren aktiv gearbeitet, unter anderem mit einer Gestaltungssatzung für die gesamte Altstadt.

Im Gegensatz zu den dynamischen Entwicklungen der City rund um das Rathaus und im anschließenden Stadtumbauquartier der Denkfabrik stagniert die Altstadt allerdings in den letzten Jahren. Der kontinuierliche Strukturwandel des Einzelhandels bringt vermehrten Leerstand mit sich und einiger Häuser fallen durch Modernisierungsstau auf, der sich wiederum negativ auf das Umfeld auswirkt.
Mit dem IHK wurde nun eine planerische Richtung für die Entwicklung der Altstadt erarbeitet, die als informelle Entwicklungsperspektive das Handeln von öffentlichen und privaten Akteuren koordinieren soll. Das IHK formuliert, indem von städtebaulichen Missständen und Funktionsverlusten betroffenen Gebiet die Leitlinien zur Herstellung und Anpassung von nachhaltigen Strukturen. Es benennt den Handlungsbedarf, entwirft ein aufeinander abgestimmtes Zielsystem und gibt Handlungsempfehlungen in Form von umsetzungsfähigen Maßnahmen.

Letztendlich dient es als Grundlage für die Beantragung von Städtebaufördermitteln.

Wesentliche inhaltliche Zukunftsthemen für die Altstadt sind:
• das Image der Altstadt Lüdenscheid
• das Stadtbild der Altstadt (Gebäude, städtebauliche Struktur etc.)
• die Gestaltung des öffentlichen Raumes (Wege, Plätze, Stadtmobiliar, Beleuchtung etc.)
• das Einzelhandelsangebot in der Altstadt
• das gastronomische Angebot in der Altstadt
• die Wohnqualität in der Altstadt
• das Kultur- und Bildungsangebot in der Altstadt
• die Erreichbarkeit und Barriereamut der Altstadt

Ein konzeptioneller Fokus sollte auf den Themenfeldern Bildung und Kultur liegen. Dabei ging es einerseits um die Vernetzung der Einrichtungen (sozial und kulturell), der öffentlichen Räume und der Veranstaltungsschwerpunkte.
Ein weiterer Schwerpunkt beschäftigte sich mit aktuellen Zukunftsthemen der baulichen Sanierung. Auf den ersten Blick kontroverse Themenfelder wie Denkmalschutz, energetische Sanierung und Barrierefreiheit müssen für das Altstadtquartier in Einklang gebracht werden, um übergeordnete Aspekte der Baukultur, des Images, des demografischen Wandels und des Klimaschutzes gleichermaßen zu berücksichtigen. Qualitäten im Erscheinungsbild und der Funktionalität des öffentlichen Raumes müssen dabei ebenfalls Beachtung finden. Den baukulturell wertvollen und identität- und imagestiftenden Baubestand gilt es zu bewahren, behutsam an die heutigen Anforderungen anzupassen und qualitätvoll fortzuentwickeln.



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