Die Stadt Bergkamen verfolgt zur Erfüllung der Klimaziele mit ihrem integrierten Klimaschutzkonzept einen ganzheitlichen Ansatz. Im Mittelpunkt steht als gesamtstädtisches Ziel die Reduktion von CO2-Emission und die Erhöhung der Sanierungsquote. Die ehemaligen Bergarbeitersiedlungen im Stadtteil Bergkamen-Rünthe, mit einem überwiegenden Gebäudebestand von Einfamilien- und Doppelhäusern aus den Jahren zwischen 1891 und 1914, soll hierzu ihren Beitrag leisten. Um dies umzusetzen wurde ein integriertes energetisches Quartierskonzept (KFW432) erarbeitet werden.
Im Fokus des Konzeptes steht die Verbesserung der energetischen Gebäudezustände, die Schaffung von effizienten Energieversorgungssystemen sowie der Ausbau regenerativer Energien, die unter demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Faktoren betrachtet werden. Besonders berücksichtigt wurde hierbei der hohe baukulturelle Wert der sich aus dem Siedlungstyp und der besonderen Formensprache des Gebäudebestandes ergibt. Auf Grundlage der Analyse und unter einer breiten Beteiligung der Öffentlichkeit wurde ein energetisches Leitbild erarbeitet und ein umsetzungsorientiertes Maßnahmenkonzept ausgearbeitet. Hierbei wurde eine Orientierung über Potentiale und Hemmnisse gegeben und Prioritäten in der Umsetzung gebildet. Auf dieser Grundlage wurde ein Umsetzungs- und Monitoringkonzept erarbeitet und die Ergebnisse in einem praxisbezogenen Sanierungskonzept festgehalten. Durch die ganzheitliche Herangehensweise der integrierten energetischen Stadtentwicklung wurden im Rahmen der Konzepterstellung Synergien zwischen der energetischen Quartiersentwicklung und weiteren Handlungsfeldern aufgezeigt, um weitere lokal vorhandenen Potenziale zu nutzen.
| Projektzeitraum: | 2022-2023 |
| Auftraggeber: | Stadt Bergkamen |
| Ansprechpartner: | Jens Cüppers |
| E-Mail: | jens.cueppers@steg-nrw.de |
| Projektpartner: | energielenker projects GmbH |