Die Stadt Gescher möchte unter dem Titel „Machbarkeitsstudie Begegnungs- und Erlebnisorte“ ein Gesamtkonzept zur Stärkung zentraler Begegnungs- und Erlebnisorte erstellen. Hierzu liegt ein positiver Förderbescheid als LEADER-Kleinprojekt vor. Gescher verfügt über eine Vielzahl zentraler Orte mit hoher regionaler Bedeutung, die sich in den vergan-genen Jahren positiv entwickelt haben und heute wichtige Treff-, Bildungs- und Erlebnisräumen darstellen. Die Orte verfügen jeweils über eigenständige Qualitäten und attraktive Angebote, sind bislang jedoch nur unzureichend miteinander verknüpft. Für Besucher*innen entsteht dadurch noch kein zusammenhängendes Erlebnis, das die unterschiedlichen Angebote als Teile eines gemeinsamen Gesamtangebots in Gescher erfahrbar macht. Ziel der Machbarkeitsstudie ist daher die Entwicklung eines tragfähigen Gesamtkonzeptes, welches die zentralen Anziehungspunkte im Stadtgebiet räumlich, funktional und gestalterisch miteinander verbindet. Die bestehenden Qualitäten sollen dabei nicht nur stärker sichtbar gemacht, sondern durch eine gezielte Vernetzung zu einem erlebbaren Gesamtsystem weiterentwickelt werden. Auf diese Weise sollen die Bereiche Kultur, Bildung, Freizeit, Naherholung, Tourismus und Innenstadtentwicklung stärker miteinander verknüpft und gegenseitige Synergien genutzt werden. Eine attraktive Verbindung der einzelnen Begegnungs- und Erlebnisorte soll dazu beitragen, dass Besucher*innen auf weitere Angebote aufmerksam werden, Besucherströme sinnvoll gelenkt und Aufenthalts-dauern im Stadtgebiet verlängert werden. Gleichzeitig sollen die einzelnen Orte durch die Vernetzung voneinander profitieren und in ihrer jeweiligen Funktion und Attraktivität gestärkt werden.
Ein wesentliches Element des Gesamtkonzeptes bildet dabei eine verbindende und möglichst intuitive Wegeführung. Die dabei zu nutzenden Gestaltungselemente sollen mit allen Sinnen erlebbar werden. Neben der reinen Orientierung sollen die Wege Neugier wecken, zum Experimentieren und Verweilen einladen und unterschiedliche Wahrnehmungsebenen ansprechen.
Die Machbarkeitsstudie sollte mögliche Wegeführungen und Verbindungsachsen zwischen den zentralen Begegnungs- und Erlebnisorten aufzeigen und erste gestalterische Ansätze zur Vernetzung entwickeln. Hierzu wurden die vorhandenen Grundlagen (Daten, Planungen und Konzepte) ausgewertet, die örtlichen Gegebenheiten im Rahmen einer Bestandsaufnahme untersucht und geeignete Standorte für gestalterische Interventionen identifiziert. Im Rahmen einer öffentlichen Bürgerwerkstatt stand dann die Identifikation von Verbindungswegen und ihre Gestaltung im Fokus. Eine zweite Arbeitsgruppe beschäftigte sich mit der Ausstattung und Ausgestaltung der Begegnungs- und Erlebnisorte. Außerdem wurden in einer dritten Arbeitsgruppe gemeinsamen Marketingaktivitäten der Begegnungs- und Erlebnisorte gesammelt und diskutiert. Die daraus abgleiteten Maßnahmen wurden in Form von Maßnahmensteckbriefen beschrieben und mit einer ersten Kostenschätzung hinterlegt. Ergänzend wurden konkrete Umsetzungsschritte und Empfehlungen für das weitere Vorgehen aufgezeigt. Die Ergebnisse wurden in einem Abschlussbericht zusammengeführt. Die Machbarkeitsstudie bildet zugleich die Grundlage für die anschließende Beantragung einer LEADER-Förderung in der Region berkel schlinge.
| Projektzeitraum: | 2026 |
| Auftraggeber: | Glockenstadt Gescher |
| Ansprechpartner: | Anna Schwengers |
| E-Mail: | anna.schwengers@steg-nrw.de |