steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH / Hamburg

Stadtumbau „Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld“

Die Stadt Bielefeld hat die steg NRW mit der Erarbeitung eines integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts zum Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld beauftragt.

Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand wurde in enger Abstimmung mit der Verwaltung der Stadt Bielefeld und unter Hinzuziehung lokaler Experten und Schlüsselakteure aus Politik, Verwaltung, Bürgerschaft, Wohnungswirtschaft und privater Wirtschaft, Initiativen und Verbänden entwickelt.

Das Konzept baut auf den Erkenntnissen des ISEK BI auf und vertieft den dort als Transformationszone beschriebenen Untersuchungsraum Nördlicher Innenstadtrand in einer konkretisierenden Studie. Dabei wurden die bereits gewonnen Erkenntnisse zu Handlungsfeldern, Entwicklungsthemen und Planungsabsichten überprüft, Aussagen der soziodemographischen und wirtschaftlichen Entwicklung vertieft sowie Entwicklungsperspektiven aufgezeigt.

Die wesentlichen Aufgaben bei der Erarbeitung waren:

• Konkretisierung der Untersuchungen und Handlungsempfehlungen des gesamtstädtischen ISEK (integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Stadtumbau Bielefeld)
• Vertiefende Analyse räumlicher, sozialer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen
• Zusammenführung unterschiedlicher Planungs- und Entwicklungsabsichten
• Überprüfung und Neubestimmung von Zielvorstellungen und Entwicklungsperspektiven
• Entwicklung von Schlüsselprojekten und Maßnahmen des Stadtumbaus
• Definition des förmlichen Stadtumbaugebietes
• Erarbeitung von Umsetzungsstrategien und verfahrensbezogenen Handlungsempfehlungen
• Durchführung eines kooperativen Prozesses (Einbindung von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft), in enger Abstimmung mit der Stadt Bielefeld (Bauamt)
• Erarbeitung eines integrierten städtebauliche Entwicklungskonzept Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld.

Das durch den Rat der Stadt Bielefeld beschlossene integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Stadtumbau Nördlicher Innenstadtrand Bielefeld bildete die Grundlage für die Festlegung des Stadtumbaugebietes im Sinne des §171 b BauGB.

Es bildet die Orientierung für das planerische Handeln von Stadt und Akteuren im Stadtteil. Im Sinne einer Selbstbindung für die Stadt Bielefeld gibt es somit den Rahmen der künftigen Entwicklung vor und ist Grundlage für daraus abzuleitende Folgeplanungen und Planungsverfahren.


Der nördliche Innenstadtrand
Die nordöstliche Innenstadt ist maßgeblich geprägt von der Industrialisierungsphase Bielefelds. Der Niedergang der industriellen Nutzung, die Verlagerung von Nutzungen an verkehrs- und emissionsgünstigere Standorte und auch globalisierungsbedingte Transformationsprozesse haben in weiten Teilen der nordöstlichen Innenstadt ihre Spuren hinterlassen. Der damit ausgelöste Strukturwandel hat in manchen Bereichen bereits gegriffen, an anderen Stellen ist er in vollen Zügen.

Prägend für das Stadtumbaugebiet sind die altindustriellen Hinterlassenschaften in Form von Gebäuden mit industriekultureller Bedeutung sowie mindergenutzten und brachgefallenen Flächen. Vielfach bestimmen auch temporäre Nutzungen und ungeordneter Wildwuchs aufgrund der ungesteuerten Widerinanspruchnahme verfügbarer Flächen sowie dem derzeitigen Mangel an perspektivisch ausgerichteten Leitbildern das Erscheinungsbild.

Es hat sich ein Stadtquartier der Gegensätze gebildet: auf engstem Raum treffen unvermittelt kleinteilige innerstädtische Wohnquartiere, großflächige gewerbliche und industrielle Nutzungen sowie differenzierte Kultur- und Freizeitstandorte aufeinander.


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