steg Stadterneuerungs- und Stadtentwicklungsgesellschaft NRW mbH / Hamburg

Wettbewerb: Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen

Das Dortmunder Wohnungsunternehmen DOGEWO21 hat sich mit vier Quartieren an dem Wettbewerb energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung beteiligt. Die steg NRW erarbeitete dazu vier integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat im Rahmen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms im Januar 2009 einen Wettbewerb zur energetischen Sanierung von Großwohnsiedlungen ausgeschrieben. Wohnungsgesellschaften wurden angeregt, umfassende integrierte Konzepte unter energetischen, wohnungswirtschaftlichen, städtebaulichen und demografischen Gesichtspunkten zu entwickeln und umzusetzen. Das Dortmunder Wohnungsunternehmen DOGEWO21 hat sich mit vier Quartieren an diesem Wettbewerb beteiligt. Die steg NRW erarbeitete im Rahmen dieses Wettbewerbs vier integrierte Stadtteilentwicklungskonzepte für die Quartiere Dortmund-Wambel, Dortmund-Eving, Dortmund-Löttringhausen und Dortmund-Benninghofen.

Besonderes Augenmerk der integrierten Konzepte lag auf der Verminderung des Verbrauchs fossiler Energieträger für die Wärmeversorgung. Insbesondere durch die Verbesserung der Energieeffizienz sowie durch eine zukunftsfähige Wärmeversorgung dieser Quartiere. Möglichst unter Nutzung erneuerbarer Energien, sollten die Bestände auf der Grundlage integrierter Stadtteilentwicklungskonzepte zukunftsfähig ausgerichtet werden.

Der Wohnungsbestand Wambel liegt etwa 3,5 km östlich der Dortmunder Innenstadt im Schnittfeld der Stadtteile Wambel, Gartenstadt und Körne. Er gehört zum Stadtbezirk Innenstadt-Ost. DOGEWO21 unterhält und bewirtschaftet hier insgesamt 1.279 Wohneinheiten. Die verkehrsgünstige Innenstadtrandlage, die aufgelockerte und stark durchgrünte Siedlungsstruktur sowie die Überschaubarkeit und Ruhe innerhalb des Siedlungsbereiches machen den Standort zu einem attraktiven Wohnquartier. Der innenstadtnahe Siedlungsbereich befindet sich wie viele vergleichbare Quartiere in einer Umbruchsituation, er wird vor allem älter und bunter. Bereits heute sind 40% der Haushaltsvorstände 65 Jahre und älter und der Migrationsanteil steigt punktuell an. Der Wandel betrifft aber nicht nur die Bewohnerschaft. Auch die dominierenden Zeilenbauten aus den 1950er und 1960er Jahren sind teils in die Jahre gekommen, erstrahlen aber auch teils durch Modernisierung in neuem Glanz.

Der Siedlungsbereich Eving umfasst 1.272 Wohneinheiten und liegt im gleichnamigen Stadtbezirk, etwa 4,5 km nördlich der Dortmunder Innenstadt. Die Arbeitersiedlung aus den 1920er Jahren ist gut in die Dortmunder Siedlungsstruktur eingebunden und zeichnet sich durch die Nähe zur Innenstadt sowie die angrenzenden, attraktiven Frei- und Erholungsräume aus.

Das Quartier in Löttringhausen umfasst 723 Wohneinheiten und liegt im Stadtbezirk Hombruch, etwa 6,6 km südlich der Dortmunder Innenstadt. Das Quartier aus den 1960er Jahren ist eine durchgrünte Wohnsiedlung mit angrenzenden großflächigen Freiräumen mit land- und forstwirtschaftlicher Nutzung. Es dominieren drei- bis viergeschossige Zeilenbauten, dessen Erschließungssystem in organischer Form angeordnet ist. Das Hochhaus Langeloh 4 mit 13 Geschossen bildet zusammen mit dem angrenzenden Versorgungszentrum das Zentrum des Quartiers.

Der Siedlungsbereich Benninghofen umfasst insgesamt 972 Wohneinheiten und liegt im Stadtbezirk Hörde, etwa 5,3 km südöstlich der Dortmunder Innenstadt. Das Quartier ist eine durchgrünte Wohnsiedlung mit einem erholungsbedeutsamen Anteil an Freiraum- und Waldflächen im direkten Wohnumfeld. Es ist nach dem Leitbild der gegliederten und aufgelockerten Stadt konzipiert worden. Die Bebauung stammt aus den 1960er Jahren mit überwiegend dreigeschossigen Zeilenbauten neben mehrgeschossigen Punkthochhäusern. Der Wettbewerbsbeitrag ist ein Kooperationsprojekt von DOGEWO21 - Dortmunder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH und der Wohnungsgenossenschaft gws-Wohnen Dortmund-Süd eG.

Die integrierten Stadtteilentwicklungskonzepte beinhalten unter anderem Aussagen zu den Themenfelder:
• Energieeffizienz
• Wohnungswirtschaft
• Stadtteilentwicklung
• Partizipation
• Finanzierung
• Durchführung


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